Entgelttransparenzrichtlinie 2026: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

ArtikelAdministration

14. Januar 2026

Sage

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Mit dem 7. Juni 2026 tritt die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie in Kraft – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness und nachvollziehbaren Vergütungsstrukturen. Die neuen Vorgaben verpflichten Unternehmen, ihre Entgeltprozesse offenzulegen, systematische Unterschiede zu analysieren und transparent zu dokumentieren. Für HR‑Abteilungen bedeutet das vor allem: Prozesse und Daten müssen kritisch geprüft und technisch sauber abbildbar sein.

Warum die Richtlinie kommt

Trotz bestehender nationaler Gesetze ist der Gender-Pay-Gap weiterhin spürbar. Die neue EU‑Richtlinie soll sicherstellen, dass Vergütungsstrukturen objektiver, überprüfbarer und vergleichbarer werden. Dafür präzisiert sie Anforderungen, die bisher in vielen Unternehmen nur teilweise umgesetzt wurden.

Zentrale Anforderungen im Überblick

1. Gehaltsangaben in Stellenanzeigen

Unternehmen müssen künftig bereits im Recruiting klare Informationen zur Vergütung bereitstellen. Ziel ist es, Bewerbenden frühzeitig Transparenz zu bieten und Ungleichbehandlung vorzubeugen.

2. Auskunftsrechte für Mitarbeitende

Beschäftigte erhalten Zugang zu Durchschnittsgehältern vergleichbarer Rollen. Dafür sind eindeutige Jobprofile, valide Daten und klar definierte interne Abläufe notwendig.

3. Regelmäßige Berichterstattung

Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden müssen künftig regelmäßig Gender‑Pay‑Gap‑Berichte erstellen und veröffentlichen. Dazu gehören statistische Analysen, Dokumentation von Abweichungen und – falls notwendig – Maßnahmenpläne.

Wie Unternehmen sich vorbereiten können

Die Umstellung erfordert strukturiertes Vorgehen, das bereits heute beginnen sollte:

  • Datenqualität sicherstellen
  • Jobarchitekturen überarbeiten
  • Prozesse festlegen
  • Technische Unterstützung prüfen

Ein weiterer wichtiger Schritt besteht darin, ein modernes HR‑System in die Unternehmensstruktur zu integrieren. Eine zentrale, digitale Plattform erleichtert nicht nur die konsistente Pflege von Stammdaten und Vergütungsstrukturen, sondern ermöglicht auch transparente Auswertungen und prüfungsfähige Berichte, wie sie künftig gesetzlich gefordert werden.

Warum HR‑Software die Umsetzung erleichtert

Digitale HR‑Systeme ermöglichen konsistente Daten, automatisierte Auswertungen und prüfungsfähige Dokumentationen.

Die in diesem Beitrag bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Orientierung hinsichtlich der Entgelttransparenzrichtlinie. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und erfolgen ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder rechtliche Verbindlichkeit.

Mehr zur Entgelttransparenzrichtlinie erfahren

Die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie bringt weitreichende Veränderungen für Unternehmen. In unserem ausführlichen Blogbeitrag erfahren Sie, welche Pflichten ab 2026 gelten, wie Sie sich optimal vorbereiten und welche Prozesse besonders im Fokus stehen.

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